Sizilien: Garantiert ein Geschmackserlebnis!

Buon Appetito

Sizilianische Küche?! – Eccelente!.. L’unico!.. – schwärmen sogar die Italiener. Diese Begeisterung ist leicht zu erklären. Wo sonst findet man solch eine Vielfalt wie in Sizilien? Hier wurde traditionelle italienische Kochkunst im Laufe der Jahrhunderte durch griechische, normannische, spanische, arabische, afrikanische Einflüsse geradezu perfektioniert. “Alla arrabiata, alla spagnola, alla norma…“ In den Kochtöpfen der sizilianischen Signoras wird die ganze Eroberungsgeschichte der Insel in köstliche Gerichte verwandelt.

Sizilien-Urlaub heißt auch eine Gourmetreise…

Sizilianische Küche lernt man am besten vor Ort kennen. Zum Beispiel in Rodi Milici, einem Dorf, das nicht nur auf Tourismus eingestellt ist. Die Bewohner besuchen oft und gern Rodi’s drei Restaurants – zum Feiern oder einfach nur, um gut zu essen. Preis und Qualität stimmen hier eben noch. Und so kommt es außerhalb der Saison manchmal vor, dass Urlauber überraschenderweise gefragt werden: “Haben Sie auch einen Tisch reserviert? …“


„Die meiste Zeit ihres Besuches werden die Gäste der traumhaften Insel mit Essen verbringen und damit, die vielen ungeschriebenen (und geschriebenen) Regeln sizilianischer Esskultur zu erlernen: die strikte Ordnung des Esszeremoniells verstehen, sich den Geschmacksrichtungen und Zubereitungsmethoden anpassen, den passenden Nachtisch auswählen, den richtigen Kaffee bestellen. Aber dies wird eine überaus angenehme Aufgabe sein…“

Lonely planet. Sizilien.
Deutsche Ausgabe, Okt. 2008


Für unsere Gäste in Rodi stellen wir demnächst einen Gourmetführer zusammen. Er wird enthalten Hinweise auf Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Märkte etc. – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ganz nach unserem persönlichen Geschmack.

Sizilianisch kochen?
Im Urlaub macht das richtig Spaß!

Sind Sie ein Hobby-Koch? In unseren Ferienhäusern und Ferienwohnungen können Sie Ihre Leidenschaft ausleben. Dafür sind die Küchen bestens ausgestattet. Sie finden dort weit mehr Utensilien als vier Löffel, drei Gabel und ein paar stumpfe Messer vor. Das verführerische Angebot auf den Märkten, bei den fliegenden Gemüsehändlern, bei den Fischern am Hafen oder bei den Dorfmetzgern werden Sie nicht ruhen lassen.

Was vielleicht noch fehlt, sind original sizilianische Rezepte. Wir haben eine unschlagbare Quelle dafür. Dürfen wir bekannt machen? …

Nonna Mariuzza

Als wir in Rodi Milici ein Haus gekauft und uns dort niedergelassen hatten, hat sich meine Frau Beate aufs sizilianische Kochen gestürzt. Wir konnten ja nicht ständig in Restaurants oder bei den einheimischen Freunden schlemmen. Viele Nachbarinnen im Dorf haben Beates Kochversuche tatkräftig unterstützt. Aber das richtige, das feine Gespür für cucina siciliana verdankt sie Signora Mariuzza.

Die kleine, schwarz gekleidete Frau mit sorgfältig gekämmtem silbernen Haar ist eine ideale sizilianische Nonna (Oma), von allen Familienmitgliedern verehrt und gefürchtet – würdevoll und zurückhaltend, großherzig, geduldig, fürsorglich, unermüdlich…

Jede freie Minute nutzt Nonna Mariuzza für ihre Handarbeiten. Ihr ganzes Haus ist geschmückt mit Stickereien, gehäkelten Deckchen und Tischläufern. Lieblingsmotiv: Blumen in zarten Pastelltönen. Auch die Zimmer durchströmt ein sanfter, samtiger Blumenduft – aus dem liebevoll gepflegten kleinen Garten.

In der blitzsauberen Küche warten glänzende Töpfe und schwere gusseiserne Pfannen auf ihren Einsatz. In letzter Zeit passiert das allerdings immer seltener. Nonna Mariuzza ist zwar eine begnadete Köchin, aber jetzt wohnt sie alleine… Außerdem gibt es einen wichtigen Grund, warum sie die Hauptmahlzeit am Abend eben nicht Zuhause einnehmen will…

„Buona!“ – das größte Kompliment

Als Beate Signora Mariuzza kennenlernte, war die alte Dame voller Sorgen, weil Ihr Sonn, Santino, hier in Rodi ein Ristorante eröffnen wollte. Er hatte schon einen Kredit bei der Bank beantragt. Viel Geld! Ob das wohl gut gehen würde? Ob genug Leute kommen würden? Ob es ihnen schmecken würde?..

Offensichtlich ja. Wenig später hat Santino noch einige Räume dazu gekauft. Die Fläche des Lokals hat sich inzwischen verdreifacht. Trotzdem reichen die Plätze an manchen Wochenenden, besonders im Sommer, nicht aus. Ist Mamma endlich beruhigt? Klar, das macht sie stolz, sehr stolz sogar. Aber der Erfolg verwöhnt, alles wird Routine und die ist der größte Feind einer guten Küche. Deswegen kommt Signora Mariuzza mehrmals in der Woche unangemeldet ins Borgo Antico – so heißt Santinos Restaurant – um mal Pizza, mal Pasta zu essen. Nur wenn sie danach leise und zufrieden „Buona!“ sagt, ist der Chef-Koch erleichtert…

Fortsetzung folgt…

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